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Arbeitsbericht 2005





Arbeitsbericht Nehemia Freundeskreis e.V. 2005


Wieder blicken wir voll Dankbarkeit und Staunen auf den Berichtszeitraum zurück. Gott hat uns in wunderbarer Weise geführt, bewahrt und SEINE Treue erwiesen.

Am 13.03.05 fand unsere Jahreshauptversammlung in Elsterberg statt.
Auf unsere Einladung kamen 25 Freunde und 14 Vereinsmitglieder.

Unsere Arbeit in der Ukraine konzentriert sich weiter auf Menschen, die ehrlich bereit sind, persönliche Veränderungen in Kauf zu nehmen, um aus ihren derzeitigen Lebensumständen heraus zu kommen und in ein neues Leben zu gehen. Hier legen wir besonderen Wert auf Übereinstimmung von
christlichem Glauben und täglichem Leben. Für die Personen, die Jesus noch
nicht kennen und bei uns arbeiten, wollen wir Werber und Einlader sein, ein
Leben mit Gott zu beginnen.

Diese Arbeit ist für die Mitarbeiter in der Ukraine eine besondere Herausforderung und stellt derzeit den Schwerpunkt dar. Im Auftrag des Vereins arbeiten
22 Personen in unserem kleinen Betrieb. Die Personen kommen aus unserem Dorf, oder aus dem Rehabilitationszentrum in Alexandria. Auch in diesem Jahr haben wir 6 Personen gehen lassen müssen, 5 haben uns aus eigener Entscheidung heraus verlassen, dazu gab es eine disziplinarisch bedingte Kündigung. Wir sind dankbar, wenn durch die Zeit hier, den Menschen ein guter Start ermöglicht wurde, und wir das Wachstum der Personen beobachten können.

Gruppenfoto

Im Mai ist Viktor Iwanowitsch offiziell von der Vereinsarbeit zurück getreten.
Wir danken ihm für seinen Einsatz und wünschen ihm weiterhin Gottes Segen. Natürlich war auch in diesem Jahr wieder eine unserer Aufgaben, mit Lebensmitteln oder anderen Hilfsgütern zu helfen.
Im vergangenem Jahr erhielten verschiede Einrichtungen von uns Lebensmittel:

Kinderheim: 5565 Brote
Krankenhaus: 3350 Brote
Rehabilitationszentrum: 6957 Brote, 375 verschiedene Brötchen,
15 kg Butter, 600 L Milch, 25 kg Quark, 2.5 t Kartoffeln und 400 kg Möhren.

Wir danken allen Spendern, die durch ihre Gaben dieses ermöglicht haben.

Seit 01.11.04 haben wir auf Bitten des Direktors der Schule in Protopopowka die Schulspeisung übernommen. Die Klassen 1 bis 4 erhalten kostenlos ihr Essen, weil diese durch die Stadt getragen werden. Die Essen für die Klassen 5 bis 11 unterstützt der Verein mit 75 Kopeken / Portion. Das ganze Jahr über waren wir
mit der Schrittweisen Renovierung von Schulküche / Speisesaal beschäftigt.
Auch in diesem Jahr werden wir weiter in diese Richtung arbeiten.

Kinderheim

Es gab auch wieder verschiedene Transporte und Reisen in die Ukraine. Nach längerer Pause wurden 2005 wieder 2 Hilfsgütertransporte durchgeführt. Bei beiden Transporten lag der Schwerpunkt auf landwirtschaftlicher Technik.

Vom 08.04.05 bis 16.04.05 war wieder ein Bautrupp in Protopopowka, um nun endlich das neue Mitarbeiterhaus vollends bewohnbar zu machen.

Baustelle, Mitarbeiterhaus

Vom 04.06.05 bis 14.06.05 hatten wir eine Gruppe von "Kirche Unterwegs" Jocketa bei uns zu Gast. In dieser Zeit wurden neben vielen offiziellen Treffen auch Gottesdienste gefeiert und viele private Besuche gemacht. An zahlreichen Stellen konnte ganz praktisch geholfen werden.

Danach kam im Juni eine Gruppe deren Schwerpunkt war, neben vielen kleinen Reparaturarbeiten, der Bau des Fußballplatzes in unserem Dorf.
Nach Fertigstellung wurde der Platz mit einer kleinen Feier an die Dorfjugend übergeben. Seither erfreut er sich großer Beliebtheit bei jungen und auch schon bei älteren Fußballfans.

Vom 22.08. bis 10.09. hatten wir 2 Familien zu Gast, die sich entschlossen hatten, in der Ukraine Urlaub zu machen. Ende Oktober kam noch eine Gruppe aus Deutschland. Mitte November kam für 2005 der Vereinsbus das letzte Mal. Ziel war es, den Innenausbau unseres neuen Verkaufskiosks fertig zu stellen.

Auf unserem Grundstück Nummer 106 ist die zweite Bauphase der Stallungen abgeschlossen. Der Verein hält hier 4 Kühe,3 Kälber, 1 Pferd und etwa 80 Schweine. Das ermöglicht uns, Milchprodukte aus eigener Herstellung in der Bäckerei zu verwenden.

Unsere Tiere, Viehzucht

Vom April 05 bis 25.11.05 war Herr Christian Matthes als Fachberater und Lehrer für alle landwirtschaftlichen Fragen in Protopopowka. Dank seines Einsatzes und der Unterstützung seiner Familie konnte der landwirtschaftlich notwendige Fahrzeugpark wesentlich erweitert werden.

Tracktor-Reparatur

Der Verein hat seit Mai 2005 weitere 63 Hektar Feld gepachtet. Das Feld lag lange brach und war mit Unkraut bis zwei Meter Höhe bewachsen. Mit viel Mühe und Fleiß konnte schon in diesem Jahr dort geerntet werden. Zur Bearbeitung unserer Flächen ( 110 Hektar ) stehen uns 2 Traktoren und eine ganze Palette verschiedener landwirtschaftlicher Geräte zur Verfügung.

Trecker auf dem Acker

In der Bäckerei hat sich die Lage stabilisiert. Es hat sich in der vergangenen Zeit ein fester Personalstamm herausgebildet. Durch Schulungen von Herrn Christian Wittig ist es uns möglich, eine gleichbleibende Qualität zu liefern. Die Bäckerei ist für uns immer wieder ein besonderes Wunder. Auch hier arbeiten jetzt zwei Personen, welche ihre Rehabilitation erfolgreich abgeschlossen haben.

Bäcker Christian Wittig
Christian Wittig am Ofen

Der Verein hält engen Kontakt zum Rehabilitationszentrum Alexandria,
dem Kinderheim "Neues Leben", zur Schule und dem Kindergarten in Protopopowka, wir besuchen gelegentlich die Gemeinde im Stadtzentrum und unsere jüdischen Freunde in Alexandria.

Feierabend

Für die Zukunft können wir die Entstehung eines Lebenszentrums sehen. Das heißt, dass hier Menschen Zurüstung in allen Fragen finden. Das soll geistliche und praktische Fragen einschließen. Hierzu sind Arbeitsplätze erforderlich, wie auch der vorhandene Wohnraum. Selbstverständlich werden wir auch weiterhin immer dort helfen wo Hilfe dringend nötig ist. So werden z.B. auch im Dorf kostenlos Brote an notleidende Familien abgegeben.

Wir sind sehr gespannt, was im nächsten Jahr alles passieren wird. Die politische Situation hat sich stabilisiert, auf die entscheidenden Wirtschaftsreformen warten wir noch.

Mit Dank gegen Gott habe ich der Jahreshauptversammlung unseren Rechenschaftsbericht vorgelegt. Darüber hinaus gilt der Dank aber auch allen Betern und Spendern in der Heimat, ohne die wir unseren Dienst auf vorgeschobenen Posten nicht hätten tun können, - jedenfalls nicht in der Weise, wie er im Berichtszeitraum durchgeführt werden konnte.

Familie Döbrich

Gott segne den Dienst des Nehemia -Vereins auch für die kommenden Herausforderungen.

Für den NFK e.V.
Achim Döbrich