Home

  Wer wir sind

  Was wir glauben

  Was wir tun

  Hilfe zur Selbsthilfe

  Arbeitsaufteilung
  E-mail-Rundbrief

  Rundbriefe
 
 Dezember 2011neu
 September 2011
 April 2011 (PDF-Version)
 Dezember 2010
 September 2010
 April 2010
 Dezember 2009
 September 2009
 April 2009
 November 2008
 August 2008
 April 2008
 Dezember 2007
 Juli 2007
 März 2007
 November 2006
 August 2006
 Dezember 2005
 Juli 2005
 Dezember 2004
 September 2004

  Berichte
 
 Reisebericht 2011neu
 Arbeitsbericht 2010
 Reisebericht 2010
 Arbeitsbericht 2009
 Arbeitsbericht 2008
 Arbeitsbericht 2007
 Arbeitsbericht 2006
 Arbeitsbericht 2005
 Reisebericht 2005
 Arbeitsbericht 2004
 Arbeitsbericht 2003
 Arbeitsbericht 2002
 Arbeitsbericht 2001
 Arbeitsbericht 2000

  Was Sie tun können

  Kontakt

  Impressum

  Satzung


Arbeitsbericht 2006




Arbeitsbericht des Nehemia Freundeskreis e.V.
für das Jahr 2006



Auch in diesem Jahr sind wir von Gottes wunderbaren Vaterhänden getragen worden. Wir haben IHN immer erfahren. In vielen Dingen hat Er sich gezeigt, nicht zuletzt durch die Herzen der vielen Freunde, Beter und Spender hier und in der Heimat. Wir danken Euch ganz herzlich für all die Liebe und Treue, in der Ihr diese Arbeit unterstützt.

Seit dem Januar 2006 haben wir nach Anfrage und Bitten der Bürgermeisterin den Winterdienst in unserem Dorf übernommen. Da kommt uns die nachträglich eingebaute Kühlsystemheizung zu gute und der Traktor springt auch bei minus 25 Grad und kälter an. Wir erfuhren wieder reichlich, was ukrainischer Winter bedeutet.
Am 12. März führten wir unsere Jahreshauptversammlung in Elsterberg durch. Trotz harten Wintereinbruches trafen sich 16 Freunde und 10 Vereinsmitglieder.

Im zeitigen Frühjahr kam eine kleine Gruppe aus Deutschland. In nur wenigen Tagen wurde ein sehr hohes Arbeitspensum geleistet. Vor allem die noch ausstehenden elektrischen Installationen konnten abgeschlossen werden.
Vom 30. März an führte Herr Wittig eine Schulungswoche für die Bäcker durch. Wir freuen uns über stabile Qualität der Backwaren und auch für die neue Mannschaft sind wir dankbar. Es ist erstaunlich, wie eng Produktqualität und Arbeitsklima zusammen wirken. Im April dieses Jahres hatten wir eine tiefgehende Kontrolle der Bücher und Akten durch die Behörden aus Alexandria. Das Ergebnis war zufriedenstellend, wir bekamen die Empfehlung, die Buchhaltung auf ein einheimisches PC - System umzustellen. Das konnte nur durch eine Firma geschehen, die auch die dazugehöre Software liefert und die Schulungen für den Buchhalter durchführt.

Am 29. April brach ich mir durch einen Sturz vom Gerüst den linken Arm und lernte medizinische Versorgung in der Ukraine am eigenen Leib kennen.
In der zweiten Maiwoche waren unsere Freunde von Kirche Unterwegs aus Jocketa zu Gast. In dieser Woche standen viele Besuche an, an vielen Stellen konnte ganz konkret geholfen werden und so freuten sich viele Einrichtungen über die gezielte Hilfe. Die Verlängerung der Brotspenden an das Krankenhaus, die Spende von chirurgischen Instrumenten, Lebensmittelspenden im Kinderheim, Kindergarten, Schule und Rehabilitationszentrum lösten genau so viel Freude aus wie der Einkauf von Spielzeug und Geschirr für den Kindergarten. Gemeinsam verbrachten wir die Tage, die Gemeinschaft hat uns allen gut getan.

In diesem Jahr wurden auf den gepachteten 110 Hektar angebaut:
  • 37 ha Weizen
  • 10 ha Roggen
  • 50 ha Gerste und Luzerne
  • 10 ha Weidegras
  • 2 ha Mais
  • 0.75 ha Kartoffeln

Tierhaltung:
  • 15 Kühe
  • 120 Schweine
  • 2 Pferde.
Die FA hat 18 offizielle Angestellte. Die Ernte begann im Juli und wir sind Gott dankbar, für alles was ER hat wachsen lassen. Durch ständige Preissteigerung bei Kraftstoff und Gas blieb aber unser finanzieller Spielraum äußerst begrenzt. So sind wir dankbar für alle Unterstützung aus Deutschland. Dank dieser Hilfe konnten wir auch die Gehälter unserer Mitarbeiter anpassen.

Im Sommer haben wir mit regelmäßigen Hausversammlungen begonnen und einmal im Monat laden wir an einem Sonntag zum gemeinsamen Firmenfrühstück ein.

Am 23.07. erreichte uns wieder eine kleine Gruppe aus Deutschland. Dieses Mal waren zwei Kinder dabei, denen zwei Wochen Urlaub in der Ukraine ermöglicht werden konnten. Für die Erwachsen war es eine Zeit der Begegnungen und natürlich war auch Zeit und Gelegenheit praktisch mit an zupacken.

Im September konnten Gabi, Helena und ich für eine Woche gemeinsam nach Deutschland fahren. Christian Matthes, der vom Frühling an bis zum späten Herbst uns hilfreich zur Seite stand, übernahm gemeinsam mit unserer Tochter Elisabeth, die Verantwortung in Protopopowka. Elisabeth ist seit März hier, um in Erfahrung zu bringen, ob die Ukraine ihr Platz ist. Ab 01.09.06 arbeiteten wir auch wieder für die Dorfschule in der Schulküche. Die beiden Frauen kochen generell für die Klassen 1 bis 4 und auf Bestellung für die Klassen 5 bis 11. Der Verein trägt auch hier ein Teil der Kosten. Etwa 25 % der anfallenden Kosten werden durch den Verein gesponsert.

Am 3. September erhielten wird durch den Landespräsidenten des Bezirkes Kirowograd eine Auszeichnung für unsere Arbeit hier. Ausgezeichnet wurde die Art und Weise der Arbeit, die korrekte Buchführung und Abrechnung, so wie den Einsatz für die Menschen der Ukraine. Diese Auszeichnung wurde das erste Mal an einen ausländischen Verein, bzw. an Ausländer verliehen. Es ist schön auch einmal von der ukrainischen Seite eine Bestätigung zu bekommen.

Im Herbst lag der Schwerpunkt bei der Feldarbeit. Wir sind sehr dankbar, dass alle unbestellten Flächen im Herbst noch gepflügt werden konnten. Besonders freuen wir uns über die erreichte Stabilität bei unseren Angestellten. So langsam sehen wir die Früchte der Arbeit. Ob in der Bäckerei, im Stall oder in den Küchen (Schulküche), auf dem Feld oder bei der Buchhaltung, - es hat sich eine feste Mannschaft gebildet, in der auch die Erkenntnis gereift ist, dass nur durch Aktivität und Beständigkeit eine dauerhafte Verbesserung der Lebensumstände bewirkt werden kann, dass dieser Prozess Zeit und auch Schweiß kostet und das man selber viel dazu beitragen muss. Wir sehen neben den materiellen Hilfeleistungen für verschiedene Einrichtungen und Personen darin die Aufgabe des Vereins. Das Konzept beinhaltet verschieden Schritte:
  1. Menschen durch einen Arbeitsplatz und Auszahlung eines festen Gehaltes zu helfen
  2. Die Personen bei der Arbeit zu begleiten und ihnen Schritt um Schritt zu lehren, dass nur Beständigkeit, Disziplin, Ehrlichkeit und Treue auf Dauer ihnen hilft nach dem Saat und Ernteprinzip. Ich werde immer das ernten, was ich auch gesät habe. Die Menge und Qualität, die jeder bereit ist mit einzubringen, bestimmt auch seine Ernteerträge
  3. Den Personen Christus zu bezeugen und vorzuleben, wie wir im Alltag mit dem lebendigen Gott leben und rechnen.
  4. Denen die bereit sind Schritte zu setzten, zu Seite zu stehen als Freund und Berater in allen Fragen. Dabei sind immer wieder Ernährung, Planung, Finanzierung, Familienplanung, Bau und Renovierungen Hauptthemen. Wir wollen dabei bewusst den Menschen Vater und Mutter im Natürlichen wie im Geistlichen sein.
  5. Bei guten Resultaten und Wachstum helfen wir mit zinslosen Kleinkrediten, oder anderen dringend benötigten Materialien.
  6. Legen wir immer wieder den Schwerpunkt auf die Stelle, dass aller materielle Aufschwung und Verbesserung ohne Gott keinen dauerhaften Segen bringt.
Wir sind sehr gespannt, was wir im Jahr 2007 erleben werden. Wir wissen, dass Gott uns zur Seite steht und sind allen, die uns helfen diesen Dienst zu tun, sehr dankbar.


Hochachtungsvoll

Achim Döbrich