Home

  Wer wir sind

  Was wir glauben

  Was wir tun

  Hilfe zur Selbsthilfe

  Arbeitsaufteilung
  E-mail-Rundbrief

  Rundbriefe
 
 April 2010 neu
 Dezember 2009
 September 2009
 April 2009
 November 2008
 August 2008
 April 2008
 Dezember 2007
 Juli 2007
 März 2007
 November 2006
 August 2006
 Dezember 2005
 Juli 2005
 Dezember 2004
 September 2004

  Berichte
 
 Reisebericht 2010neu
 Arbeitsbericht 2009neu
 Arbeitsbericht 2008
 Arbeitsbericht 2007
 Arbeitsbericht 2006
 Arbeitsbericht 2005
 Reisebericht 2005
 Arbeitsbericht 2004
 Arbeitsbericht 2003
 Arbeitsbericht 2002
 Arbeitsbericht 2001
 Arbeitsbericht 2000

  Was Sie tun können

  Kontakt

  Impressum

  Satzung


Rundbrief - Dezember 2005






Ellefeld, den 02.12.2005

Liebe Vereinsfreunde!

Es ist schon einige Monate her, dass Ihr unseren letzten Brief erhalten habt. Nun ist es wieder an der Zeit, all das auf das Papier zu bringen, was in den letzten Wochen so bei uns geschah. Etliche unserer Freunde haben erfolglos versucht, uns hier in der Ukraine zu erreichen und vielen bin ich eine Antwort schuldig geblieben. Da war am Anfang der Absturz unseres Computers, wodurch u.a. auch alle Adressen unserer Vereinsfreunde verloren gegangen sind. Bald darauf folgte eine seltsame Ruhe, das Telefon war tot. Nach etwa zwei Wochen erfolgloser Versuche eine Reparatur in die Wege zu leiten, entschloss ich mich direkt beim Postdirektor vorzusprechen. Dort erhielt ich dann die Auskunft, dass alles in Ordnung sei, nur die Wahlverfahren sind umgestellt worden - und wirklich, nach dem Umstellen des Wahlverfahrens konnten wir wieder telefonieren. Dennoch hielt die Ruhe an, keine Anrufe es war seltsam. Bei einem Anruf in Deutschland stellte unsere Tochter fest, dass wir eine neue Nummer hatten. Bei einer Nachfrage bei der Post mussten wir schwere Überzeugungsarbeit leisten, bis die Post uns endlich eingestand: Ja Sie haben eine neue Telefonnummer! 0038 für die Ukraine, 05235 für Alexandria und 71669 ist unsere neue Telefonnummer. Auch die Internetadresse hat sich geändert: mission02@vrata.net ist die neue E-Mailadresse. Da mir die meisten
E-Mailadressen verlorengegangen sind, bitte ich alle, mit denen der Kontakt abgebrochen ist, mir einen kurzen Gruß auf die neue Adresse zu schicken.

Aber auch ohne diese Überraschungen war es in Protopopowka nicht langweilig. Vom Frühjahr bis in den späten Herbst arbeiteten wir an dem neuen Stall. Anfang November konnten endlich die Tiere einziehen. Es gibt da noch viel zu tun, aber für den Winter ist die Unterbringung der Tiere gesichert.

Mit dem Projekt der Schulküche beschäftigten wir uns weiter. Seit dem 1.September erfolgt die Schulspeisung der Klassen 1 bis 4 auf Kosten des Staates. Leider warten wir im Moment immer noch auf die Bezahlung der von uns vorgestreckten Gelder. Dieses neue Gesetz macht uns viel Kummer. Es ist zwar gut gemeint, wenn aber kein Geld zur Verfügung steht, ist das alles nichts wert. Selbstverständlich sind auch sofort Normen für das Essen erstellt worden, auf denen auch dann weiter bestanden wird, wenn das Geld von den Behörden ausbleibt. Wir versuchen das Beste für die Kinder daraus zu machen. Nebenbei geht die Instandsetzung der Schulküche weiter. Wir haben eine große Dunstabzugshaube montiert, den Speisesaal renoviert und auch ein Kühlschrank konnte angeschafft werden. Die elektrischen Anlagen werden von einer ukrainischen Firma neu verlegt. Das hat den Vorteil, dass damit alle einheimischen Gesetze befolgt werden. Im Moment wird die Heizung provisorisch instand gesetzt und wir hoffen, dass nächste Woche die Schulküche beheizbar ist. Nun bleibt für den Frühling Wasser und Abwasser wie auch der Trockenbau und die Neugestaltung des Küchenbereiches.

Im Dorfkindergarten konnten wir die gespendete Wasserpumpe in den Brunnen einbauen. Aus 28 Meter Tiefe fließt das Wasser direkt in den Kindergarten. Pünktlich zum 1. September wurde alles fertig gestellt. Bei all diesen Arbeiten erhielten wir Unterstützung von unseren Freunden aus dem Rehabilitationszentrum in Aleksandria.

Wiederum konnten wir auch im Reha-Zentrum beim Umbau des Speiseraumes helfen. Der Verein konnte eine Gastherme und auch einen Durchlauferhitzer für die kleine Außenstelle des Zentrums am Stadtrand bereitstellen. Aus unserer eignen Ernte und Produktion erhielt das Zentrum Kartoffeln, Butter, Milch und Quark. Wir sind sehr dankbar, dass wir schon in der Lage sind, hier kräftig zu helfen. Gerade im Rehazentrum und in dem Kinderheim ist diese Hilfe sehr willkommen.

Auch das Krankenhaus erfreut sich weiter der täglichen, kostenlosen Brotlieferung. Bei unseren Besuchen in den verschiedenen Einrichtungen erkennen wir vor allem im Rehazentrum und im Kinderheim eine kontinuierliche Verbesserung der Lebensumstände für die Bewohner und auch für das Personal. Gegensätzlich dazu ist die Situation im Krankenhaus, wo nur von der Reserve gelebt wird. Da gilt noch: wer arm ist, muss eher sterben!

Sicher ist es für Euch alle auch sehr interessant, was sich politisch so in der Ukraine tut. Wir warten und beten noch immer für den politischen und den wirtschaftlichen Durchbruch. Es gibt so ziemlich alles zu kaufen. Was nicht vorrätig ist, kann bestellt werden und kommt in 3 bis 4 Wochen. Aber viele Menschen müssen mit ihrem Geld sehr rechnen. Der Staat hat alle Löhne und Renten erhöht, doch die wenigsten Betriebe können diese Löhne auch auszahlen. In den letzten Wochen hat auch die Korruption bei der Polizei wieder zugenommen.

Ende August waren das erste Mal zwei Familien bei uns zum Urlaub, eine Sache, die wir auch im nächsten Jahr wieder anbieten.

Seit dem Herbst haben wir zwei Männer nach Ablauf ihrer Rehabilitation aufgenommen. Beide wohnen mit im Haus, einer arbeitet in der Bäckerei und der andere im Stall, beim Bau und bei allem was noch so anfällt. Wir haben auf dem Herzen, den Menschen so einen guten Einstieg in das Leben zu ermöglichen, dabei sind wir ihnen Eltern und Heimat. Wir sind derzeit mit der Leitung vom Reha-Zentrum im Gespräch, noch weitere Personen aufzunehmen. Ebenfalls denken wir darüber nach, Jugendliche, die aus dem Kinderheim entlassen werden, bei uns mit aufzunehmen, um so zu verhindern, dass sie erst zu Suchtkranken werden. Platz ist noch im Haus, doch alle wollen auch Arbeit haben, müssen angeleitet und geschult werden. Im Moment sind wir hier an unsere Grenzen gestoßen. Wir fragen Gott nach dem richtigen Weg und seinen Plan für dieses Objekt hier.

Ende September waren unsere Pastoren von der Stiftung bei uns zu Gast. Anfang Oktober waren wir in Deutschland zur Hochzeit unserer großen Tochter. In dieser Zeit übernahm Christian Wittig mit seiner Frau hier die Verantwortung. In diesen Tagen kam auch noch einmal ein Hilfsgütertransport aus Deutschland. Die Ladung war viele Wochen unter Zollverschluss und konnte erst letzte Woche abgeholt werden. Neben Textilien und Verbandstoffen waren auch wieder landwirtschaftliche Geräte und Maschinen dabei.

Ende Oktober kam die letzte planmäßige Gruppe zu uns, zwei Wochen später noch einmal eine kleine Nachzüglergruppe, die beim Ausbau des neuen Verkaufstandes in der Stadt tätig war. Unser Landwirt Christian Matthes aus Deutschland hat lange ausgehalten, Mitte November ist er dann aber doch nach Hause gefahren. Wir sind ihm und seiner Familie besonders dankbar für allen Einsatz und für alle Unterstützung.

Wir planen Reisen in die Ukraine vom 07.04.06 bis 17.04.06 und 29.09.06 bis 07.10.06.

Weitere Termine können auch noch kurzfristig festgelegt werden. Die Anmeldungen für die Gruppenreisen bitte direkt an uns, am besten über E-Mail.

Außerdem laden wir herzlich zur Vereinshauptversammlung ein. Wir treffen uns am 12.03.06 um 15.00 Uhr in Elsterberg im Gemeindesaal der Ev. Luth. Kirche,
Markt 19!

Wir wünschen allen eine gesegnete Advents und Weihnachtszeit und bedanken uns gleichzeitig für die tatkräftige Mithilfe vor Ort, sowie für allen Einsatz in Deutschland! Danke für jedes Gebet und auch für jeden gespendeten Euro, wodurch die Arbeit in der Ukraine erst möglich ist! Danke für jedes werbende Wort bei Freunden und Bekannten! Danke an alle, die auch in diesem Jahr wieder mit dem Herzen dabei waren!

 

Mit lieben Grüßen aus der Ukraine

Achim und Gabriele Döbrich