Rundbrief März 2018

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Rundbrief Nehemia Freundeskreis

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Protopopowka, Ukraine - 20. Mai 2019


Liebe Grüße aus der Ukraine in die Heimat, zu allen Freunden und Helfern!
 

Kein Anschluss unter dieser Nummer!


Zu Beginn unseres neuen Berichtes, gleich etwas in „eigener“ Sache: Viele, die uns in den letzten Wochen erreichen wollten, hatten keinen Erfolg. Seid Anfang des Jahres funktioniert unsere E-Mailadresse (mission02@vrata.net) nicht mehr. Den Anbieter vrata.net gib es nicht mehr. Wer uns in Zukunft schriftlich kontaktieren möchte, bitte nur noch die E-Mailadresse: nehemia@t-online.de benutzen.  Auch eine Weiterleitung der alten Adresse auf die Neue konnte leider nicht eingerichtet werden!
Unsere Festnetznummer – 003805235 71669 – funktioniert nun auch schon seit 6 Monaten nicht mehr. Trotz Erhalt der monatlichen Telefonrechnung, Kontakt zur Entstörungsstelle und Briefe unseres Anwaltes an die Telefongesellschaft ist hier leider keine Änderung der Umstände in Sicht.
Wer uns aus Deutschland telefonisch erreichen möchte, nutze bitte eine Billigvorwahl 0045 und dann die Mobilnummer 0038 (0)937704538 oder die 0038 (0)509765890 (Kosten etwa 10 Cent/min.)
 

Danke für Euer Kommen!


Wir sind dankbar für unser Vereinstreffen am 18.2. in Elsterberg. Einen Dank an alle, die sich aufgemacht haben! Es war einfach schön, wieder einmal mit Euch zusammen zu sein und die Arbeit des letzten Jahres zu besprechen. Danke auch für alle Unterstützung, die wir erhalten haben!
In letzter Zeit sind wir besonders dankbar für die Beständigkeit in der Vereinsarbeit. Dieter Werner hatte es gut auf den Punkt gebracht, dass das besondere an unserem Verein ist, dass wir eben so gut wie ganzjährig deutsche Mitarbeiter vor Ort haben – die nun auch Menschen, Mentalität und die ukrainischen Gesetze kennen. So ist es gewährleistet, dass Betrug und Veruntreuung stark reduziert wurden. Wir sind uns bewusst, dass es keine   100%-ige Sicherheit gibt. Wir sehen aber immer wieder genau hin, um so auch unserer Verantwortung gerecht zu werden. Auch leiten wir immer wieder zur eigenen Arbeit an, schulen die Menschen und geben ihnen eine neue Perspektive.
 

Unsere Weihnachtsaktion!


Eine echte Überraschung war die Aktion: „Ein Korb voller Weihnachten“. Im Vorfeld rechneten wir mit etwa 100 bis 150 Weihnachtspaketen. Da haben wir dann doch gestaunt!
Insgesamt sind für die Weihnachtsaktion 5302,50 € zusammen gekommen.
Das heißt, es konnten 61 kleine Pakete, 49 mittlere und 464 große Pakete zusammengestellt werden! Für das Zusammenstellen griffen wir gerne auf die Hilfe der Männer aus dem Nehemiahaus zurück. Nicht nur die Empfänger hatten viel Freude und Dankbarkeit, auch den Verpackern ist die Freude an dieser Aktion anzusehen.










Von dem gespendet Geld wurden NULL Euro für Transport, NULL Euro für Zoll verwendet! Insgesamt investierten wir 26 Euro (die entspricht 0,49% der Gesamtsumme!!!) für Verpackungsmaterial (Tüten und Taschen aus dem Großhandel).
Der Restbetrag von 5276,50 € wurde ausschließlich für Lebensmittel verwendet.
Bei der Verteilung der Lebensmittelpakete nahmen wir die Hilfe der Sozialstation der Stadt Alexandria und des Behindertenverbandes in Anspruch.










                                                                       Hier im Dorf haben wir uns zusätzlich mit dem Dorfsrat abgesprochen. Dabei haben wir wieder gesehen, dass auch so eine Aktion gut durchdacht und geplant sein muss.
Wie schnell entsteht sonst Neid und Missgunst in einem so kleinen Dorf.
Mehr Fotos der Aktion sind auf der Facebook-Seite des Vereins unter www.facebook.com/pg/nehemiafreundeskreis/ und bald auf unserer Webseite zu finden.
 

Unser Nehemiahaus!


Seit August wohnen die ersten Männer nach erfolgter Rehabilitation im Nehemiahaus und seit dieser Zeit arbeiten wir beständig am Haus. Die wichtigste Frage ist nach wie vor die der Wasserversorgung. Im neuen Brunnen installierten wir eine Tauchpumpe.
Da die Wasserqualität aber so schlecht ist, müssen wir erst einmal so viel Wasser wie möglich abpumpen, um den Brunnen wieder sauber zubekommen. Leider zwingt uns der ukrainische Winter zum Pausieren, deshalb kommen die 12 Männer alle paar Tage zum Duschen zu uns.
Im Haus wird weiter fleißig gearbeitet. So konnten wir Zimmer für Zimmer neue elektrische Kabel verlegen, verputzen, spachteln und renovieren. Dennoch bleibt noch viel Arbeit, die wir Schritt für Schritt weiter erledigen.
Durch die äußeren positiven Veränderungen am Grundstück und dem Sachverhalt, dass es mit den Männern aus dem Haus keine Probleme im Dorf gibt, haben sich auch die Vorbehalte gegen dieses Objekt im Dorf aufgelöst.
Das angrenzende Grundstück mit einer verlassenen Kate konnten wir jetzt nachträglich noch übernehmen. Es gehörte eigentlich zusammen, konnte aber beim Kauf im letzten Jahr nicht erworben werden, da die Eigentumsverhältnisse nicht geklärt waren. Wir sind sehr dankbar über den offiziellen und rechtmäßigen Erwerb und das auch in dieser Angelegenheit Ordnung herrscht. Nun ist auch der Garten ein offizieller Teil des Nehemiahauses.
 

Sascha und Lena bitten um Hilfe


Gelegentlich berichteten wir schon von Sascha und Lena und ihrer Familie. Sascha ist der leitender Pastor in einer Gemeinde in Alexandria. Sascha & Lena haben zu ihren zwei Kindern zusätzlich vier weitere Kinder aus dem Kinderheim angenommen.
Mit viel Liebe und Fleiß haben sie ihr Haus renoviert und den Kindern ein schönes Zuhause geschaffen. Sie leben nun schon drei Jahre als Großfamilie zusammen. Damals haben sie es noch nicht so gesehen, dass eines Tages ihr kleiner Fünfsitzer nicht mehr ausreichen wird. In der Ukraine gehen ja erstaunlich viele Menschen in einen PKW oder auf ein Moped.
Leider hat Eines der Kinder gesundheitliche Probleme und es sind regelmäßige Besuche im Kinderkrankenhaus Kropewnitzki (früher Kirowograd) notwendig.
Sascha & Lena haben sich entschlossen, einen gebrauchten 9-Sitzer Kleinbus zu kaufen. Dazu fehlen ihnen noch einige Finanzen. Monatliche Raten von etwa 100 Dollar müssen noch bis Ende des Jahres beglichen werden. Bei unserem letzten Treffen baten sie uns, ihr Anliegen den Vereinsfreunden mit vorzutragen. Wer hier gerne konkret mithelfen möchte, kann im Verwendungszweck der Überweisung einfach „Spende für Sascha und Lena“ angeben.






 

Neuigkeiten und ein neues Projekt


In der Ukraine gibt es auch immer etwas Neues! So wurde zum 1. Januar 2018 der Mindestlohn auf 3200 Griwna erhöht. Die Strafe für Schwarzarbeit liegt um die 10.000 Euro pro Person.
Ebenfalls gilt seit Januar ein neues Gesetz im Land, welches die Bürger dazu verpflichtet,  den anfallenden Hausmüll zu sortieren. Die Mülltrennung soll etwa genauso wie in Deutschland durchgeführt werden. Da aber noch fast alle Voraussetzungen fehlen, brennen weiter die Müllberge. Nur in den großen Städten sieht man ab und an schon Container für Glas und Papier.
In den ländlichen Gegenden werden Strukturreformen durchgeführt. Das bedeutet, dass viele Dörfer zusammengelegt und kleine Schulen und Kindergärten geschlossen und deshalb die Kinder mit Schulbussen zur nächsten Schule gebracht werden.
So wird wohl auch unser Dorfsrat in Protopopowka bald Geschichte sein. Die Einwohner müssen dann zukünftig nach Koristowka in den neuen Dorfsrat gehen.
Der Ausbau des Internets geht zügig voran. Es wird auch schon vieles über Internet bearbeitet. Das macht sich besonders bei Buchhaltung und Bankgeschäften positiv bemerkbar.
 
Unsere Tochter Helena besucht seit Anfang des Jahres in Deutschland ein Gymnasium. Der Schritt wurde uns von der deutschen Schulleitung dringend empfohlen. Heute wissen wir, dass es der richtige Schritt war. Auch wenn es nicht leicht für unsere Helena ist, denn sie hat nicht nur ihre Heimat und Freunde aufgeben müssen, sie musste auch noch feststellen, dass es einen großen Unterschied zwischen der ukrainischen und der deutschen 9. Klasse gibt. Jetzt ist sie mit viel Fleiß und Ehrgeiz dabei, die bestehenden Lernlücken zu schließen.
 
Wir haben hier begonnen junge Männer, besser Jugendliche, auch so im Alter der 9. Klasse, einzuladen.
Wir zeigen ihnen handwerkliche Tätigkeiten, wie man sich selber zu Hause helfen kann. Ganz praktisch mal ein paar passende Glasscheiben für die Katenfenster zu schneiden und einzusetzen, ein Grundwissen zum Fliesenlegen und Trockenbau zu vermitteln und natürlich auch - ganz wichtig in der Ukraine - das ABC des Elektroschweißens zu vermitteln.





So wollen wir gerade diese Generation ansprechen, dass Handy mal aus der Hand zu legen und selbst Hand anzulegen, um sich im Leben helfen zu können, oder eine bessere Vorbereitung für die Berufswahl zu erhalten.





Vielen Dank, dass Ihr uns nicht vergesst.
Wir bereiten auch wieder eine Fahrt in die Kampfgebiete vor – davon dann im nächsten Brief ausführliches.

Wir wünschen euch allen ein gesegnetes Auferstehungsfest!

Mit lieben Grüßen aus der Ukraine!

Achim und Gabriele
 
www.nehemia-freundeskreis.org | Kontakt
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